1. Juli | 19 Uhr

Filmstadt Köthen

Kinofilm „Thomas Müntzer – Ein Film deutscher Geschichte“

Köthen eine Filmstadt? Zwar ist Köthen nicht Hollywood und auch kein Babelsberg. Aber es lässt sich doch mehr als nur eine Beziehung finden, die die Bachstadt mit der Welt des Films verbindet: Das betrifft handelnde Personen, die Stadt als Drehort oder Köthen als Thema von Filmen. Diese vielfältigen Verknüpfungen, die auch in die Theaterwelt hineinreichen, sowohl im bewegten Bild als auch in Ton und Wort zu präsentieren, ist Anliegen der fünfteiligen Veranstaltungsreihe „Filmstadt Köthen“ des TRAFO - Modelle für Kultur im Wandel-Projektes „Neue Kulturen des Miteinander. Ein Schloss als Schlüssel zur Region.“ und des Mitteldeutsche Filmfreunde e. V., die in den kommenden Monaten im Dürerbundhaus zu sehen sein wird.

Am 1. Juliist um 19 Uhr „Thomas Müntzer – Ein Film deutscher Geschichte“. Der Film schildert das Schicksal des Pfarrers Thomas Müntzer, der zum Führer und Ideologen der Reformation im Deutschland des 16. Jahrhunderts wird. 1523 kommt er mit seiner Frau Ottilie ins thüringische Allstedt, um eine Pfarrstelle zu übernehmen. Mutig tritt er für die Lehre Luthers ein, aber während dieser sich von den Volksmassen abwendet, wird Müntzer zu deren Sprecher. Er muss nach Süddeutschland fliehen, schließt sich dort den aufständischen Bauern an, aber es zieht ihn wieder nach Thüringen. In Mühlhausen stößt er zu Heinrich Pfeiffer, mit dem er die Stadt 1525 zum Zentrum der thüringischen Bauernerhebungen macht. Doch es kommt zum Konflikt mit den Bauern und Handwerkern, die nicht begreifen, dass ihre einzelnen Aktionen zu einer großen nationalen Erhebung zusammengeführt werden müssen, um erfolgreich zu sein. Müntzer geht nach Frankenhausen, wo sich ein führerloses Bauernheer versammelt hat. Der Verrat beginnt in den eigenen Reihen. Nach der Niederlage gegen das Fürstenheer wird Müntzer gefangen genommen und hingerichtet. Seinen Mitstreitern hinterlässt er die Aufforderung, sich nun mit den Brüdern aus Rhein und Main zu verbünden. Ganz Deutschland müsse ins Spiel kommen: „Die Bösewichter müssen dran.“


Bei allen Terminen der Reihe „Filmstadt Köthen“ wird es vor jeder Aufführung eine Einführung durch den Köthener Journalisten Matthias Bartl geben. Mit reichlich historischem Wissen ausgestattet, wird Bartl die Hintergründe der Filme und ihre Beziehung zur Bachstadt beleuchten.

Die Termine der Reihe „Filmstadt Köthen“, jeweils freitags im Dürerbundhaus am Schloss Köthen (Theaterstraße 12, 06366 Köthen (Anhalt)):
1. Juli 2022, 19:00 Uhr l „Thomas Müntzer – Ein Film deutscher Geschichte“ (1956, DDR)
9. September 2022, 19:00 Uhr l „Das Spinnennetz“ (1989, BRD)
7. Oktober 2022, 19:00 Uhr l Gezeigt werden vier Dokumentarfilme mit Bezug zu Köthen: Drei Episoden der DEFA-Sendung „Der Augenzeuge“ (1960, 1969 und 1977, DDR) und „Köthen, das Herz von Anhalt“ (2006, D)

 

Das Projekt „Neue Kulturen des Miteinanders. Ein Schloss als Schlüssel zur Region. (Frei)Räume für schräge Vögel. Mit Leidenschaft.“ wird gefördert in „TRAFO – Modelle für Kultur im Wandel“, einer Initiative der Kulturstiftung des Bundes, durch das Land Sachsen-Anhalt und die Stadt Köthen (Anhalt). Mit Unterstützung der Kreissparkasse Anhalt-Bitterfeld.

Veranstalter: Projektbüro Schlossbund c/o Köthener BachGesellschaft mbh | www.schlossbund.de

 

Der Eintritt für die Filmvorführungen ist kostenfrei.

Foto: Manfred Klawikowski

Termine

01.07.2022, 19:00:00

Ticketpreis

Eintritt frei

Veranstaltungsort

Dürerbundhaus
Schlossplatz
06366 Köthen